Bankfusion auf dem Weg

Bank 1 Saar und Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land schließen sich zusammen

Bankfuison auf dem Weg
Die Vorstände Carlo Segeth (r.) und Bernd Kühn sind in konkrete Fusionsverhandlungen eingetreten.

Bank 1 Saar und Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land wollen zum 1. Januar 2019 fusionieren. Die jeweiligen Aufsichtsräte haben die Vorstände beider Banken legitimiert, in konkrete Verhandlungen einzutreten. Einzelheiten haben die Vorstände Carlo Segeth (Bank 1 Saar) und Bernd Kühn (Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land) vor Medienvertretern bekanntgegeben. Kühn betonte dabei, die St. Wendeler Volksbank sei gut aufgestellt. Man müsse nicht fusionieren, deshalb tue man es gerade jetzt. Große Herausforderungen ergeben sich aus der andauernden Niedrigzinsphase und dem hohen Maß an Regulatorik. Beide Häuser haben sich dafür ausgesprochen, künftig das Dachmarkenmodell zu präferieren, d.h. die Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land wird auch weiterhin unter ihrem aktuellen Namen agieren. „Der Kunde soll die Fusion gar nicht spüren‘‘, betonte Kühn. Carlo Segeth verwies auf die erheblichen Synergien bei der Regulatorik und auf hervorragende wechselseitige Ergänzungen im Personalbereich auf den Entscheidungsebenen unterhalb der Vorstände. Der Vorstand wird zunächst aus beiden Häusern gebildet und acht Personen umfassen, was sich jedoch auf der mittelfristigen Zeitachse  altersbedingt auf insgesamt vier Vorstände reduzieren wird. „Auch das Filialnetz ergänze sich hervorragend‘‘, so Segeth. Lediglich in der St. Wendeler Innenstadt sind beide Banken vertreten, allerdings sei nicht daran gedacht, nur noch eine davon zu erhalten. Fusionsbedingte Kündigungen schlossen sowohl Segeth als auch Kühn aus. Im Herbst 2018 werden im nächsten Schritt außerordentliche Vertreterversammlungen stattfinden, um das Fusionskonzept abzusegnen. Ende 2019, so die Planung, werde die Fusion abgeschlossen sein. Die Bank 1 Saar hat eine Bilanzsumme von 3,185 Mrd. Euro und 645 Mitarbeiter; die Bilanzsumme der Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land beläuft sich auf 734 Mio. Euro, die Zahl der Mitarbeiter auf 197. Mit dem starken Partner an der Seite ergäben sich künftig auch bessere Kreditvergabemöglichkeiten an den Mittelstand, führte Kühn als weiteren Vorteil der angestrebten Fusion an.

Quelle: SaarRevue Juni 2018