Bank 1 Saar: Für die digitale Zukunft gut aufgestellt

Vorstand der Bank 1 Saar, 4 Männer
Carlo Segeth (Vorstandsvorsitzender) (3.v.li.) mit den Vorstandsmitgliedern Uwe Arendt, Kurt Reinstädtler und Gerhard Gales (v.li.)

Die Bank 1 Saar erwirtschaftete 2016 ein gutes Geschäftsergebnis und sehe trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin optimistisch in die Zukunft. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende Carlo Segeth Mitte Februar bei der Vorstellung des Jahresabschlusses in Saarbrücken vor der Presse. Trotz eines weiterhin schwierigen Zinsumfeldes beträgt der Jahresüberschuss 5,9 Millionen Euro wie im Vorjahr und erlaubt die Auszahlung einer Dividende auf dem hohen Niveau der letzten Jahre. Das betreute Kundenvolumen stieg bis Ende 2016 von 6.180 Millionen auf 6.295 Millionen Euro. Das Kunden-Anlagevolumen legte von 3.889 Millionen auf 3.961 Millionen Euro zu; das Kunden-Kreditvolumen verzeichnete ebenfalls eine Zunahme auf 2.334 Millionen nach 2.290 Millionen Euro im Jahr 2015.

Erfreulich entwickelte sich das Firmenkundengeschäft der Bank mit positiven Kreditwachstumsraten. Auch Finanzierungsanfragen für Immobilienprojekte nahmen angesichts des anhaltenden Zinstiefs weiter zu. Im Fokus bleibe das professionelle Firmenkundengeschäft mit den mittelständischen Unternehmen in der Region, so Carlo Segeth. Ziel sei es, neue Leistungsangebote zu etablieren, um die Kundenbindung zu stärken, aber auch um neue gewerbliche Kunden für die Bank 1 Saar zu gewinnen.

Ganzheitliche Beratungskonzepte
Eher zurückhaltend fiel die gewerbliche Kreditnachfrage mittelständischer Handwerksbetriebe sowie von Freiberuflern aus im Gegensatz zur Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen für den privaten Bereich der gewerblichen Kundschaft. Mit dem etablierten ganzheitlichen Beratungskonzept, das gewerbliche und private Themenstellungen miteinander verzahnt, gelang es der Bank, gemeinsam mit den Kunden langfristige Gesamtstrategien in Sachen Kredit, Vermögensaufbau, Vorsorge und Absicherung zu entwickeln. Das zeigt die gestiegene Zahl der qualifizierten Beratungsgespräche. Aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus waren Geldanlagen im Investment- und Versicherungsbereich verstärkt nachgefragt. Dazu zählen neben Einmalanlagen mit attraktiver Verzinsung auch Sparpläne für Vorsorge und Absicherung sowie Bausparverträge.

Neben dem niedrigen Zinsniveau und der verschärften Regulatorik gehören zu den großen Herausforderungen die zunehmende Digitalisierung und der demografische Wandel. Inzwischen nutzen rund 50 Prozent der Kunden Servicedienstleistungen online, mobil oder per Telefon. Tendenz steigend. Parallel zur Erschließung neuer und vor allem digitaler Zugangswege zur Bank werde der persönliche Kontakt in der Filiale erhalten bleiben, versicherte Carlo Segeth. Die Bank 1 Saar ist für ihre rund 90.000 Mitglieder mit 37 Standorten in der Fläche im Saarland weiterhin sehr gut vertreten.

Mit 653 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Bank 1 Saar nicht nur größter Arbeitgeber unter den Volksbanken im Saarland, sondern bietet auch jungen Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung. 27 Azubis absolvieren dort derzeit ihre berufliche Erstausbildung, im Sommer werden zwölf neue Auszubildende eingestellt. Nach wie vor unterstützt die Bank 1 Saar mit einem breit aufgestellten Sponsoring- und Förderengagement die Arbeit von Vereinen, Verbänden und Institutionen im Saarland. Ohne diese finanzielle Förderung wäre manches gesellschaftliche oder sportliche Großprojekt nicht durchführbar. nea

Quelle: Eurosaar 01/2017