Verbesserung der Kundenbetreuung

Umbau Filialdirektion St.Ingbert

Bank 1 Saar: Die Filiale in der Kaiserstraße bekommt ein komplett neues Gesicht

Diesen Blick vom Eingang her wie auf dem Foto wird sich den Kunden der Bank 1 Saar in ihrer Filialdirektion in St. Ingbert bald nicht mehr bieten. Michael Mehlig, Herbert Herget und Markus Rothermel (v. l.) gaben mit Plänen und 3D-Ansichten Einblick in den bis Dezember andauernden umfangreichen Umbau. Foto: Allmannsberger

ST. INGBERT Während dieses Zeitabschnittes könnte mancher schon sein siebtes Auto fahren, zum dritten Mal die Wohnung tapeziert oder die zweite Küche gekauft haben. Bis ins Jahr 1981 muss in der Chronik der heutigen Filialdirektion der Bank 1 Saar in der Kaiserstraße 17 zurückgeblättert werden, bis man auf das Datum eines Umbaus stößt. Jetzt aber haben die Verantwortlichen ausgeholt und zu einem großen Wurf angesetzt.

Letzter Umbau im Jahr 1981

Bankkunden, die im Dezember dieses Jahres erstmals wieder das Gebäude betreten, werden den Innenbereich „ihrer“ Bank nicht mehr wieder erkennen, so die Prognose von Markus Rothermel, Filialdirektor in St. Ingbert, Herbert Herget, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit/ Marketing und Michael Mehlig, Abteilungsleiter Service und Facility Management der Bank 1 Saar. Das fange schon bei der Modernisierung der Außenansicht an. Wer jedoch fast täglich seiner Bankgeschäfte wegen das Gebäude betritt, wird bereits bemerkt haben, dass sich schon etwas tut. Ein ausgeklügelter Plan sichert zu, dass während der Umbauphase Kassen- und Servicebereiche sowie Beratungsräume vorhanden sind, eine besondere Herausforderung, Umbau und Kundenservice gleichzeitig zu bewältigen. Während der gesamten Bauphase steht im Außenbereich auf dem Kundenparkplatz z. B. ein SB-Center mit barrierefreiem Zugang zur Verfügung, so dass dort an den Automaten Geld ein- oder ausgezahlt sowie Kontoauszüge gedruckt werden können. Herbert Herget führte eine ganze Reihe Gründe für den umfangreichen Umbau und die damit verbundenen Investitionen im Kostenbereich „mehrere Einfamilienhäuser“ an. Die Filialdirektion in St. Ingbert gehöre neben denen in Saarlouis, Saarbrücken und Neunkirchen zu den größeren Geschäftsstellen im Saarland und werde als erste umgebaut, um die Kundenbetreuung weiter zu entwickeln und zu verbessern. Da heute bereits 60 Prozent der Kunden ihre Bankgeschäfte via Internet mit Online-Banking tätigten, müsse auch dieser Tatsache Rechnung getragen werden. Modernste Technik werde in den einzelnen Bereichen für Übersicht und Transparenz sorgen.

Übersicht und Transparenz dank modernster Technik

Die Zeiten, als bei einer Beratung Papier hin und her geschoben wurde, sei vorbei. Nach dem Umbau werde beispielsweise in den großzügig gestalteten Beratungsräumen mit Platz für bis zu zehn Personen auf großen Großflächenbildschirmen an der Wand dem Kunden übersichtlich vor Augen geführt, worum es gehe. Michael Mehlig gab Einblick in die einzelnen Phasen des Umbau und erläuterte das neue Konzept anhand von Plänen und 3D-Ansichten. Nach Fertigstellung liegen der Servicebereich, die Selbstbedienungsgeräte und insgesamt acht Beratungsräume, zwei davon „familienfreundlich“ gestaltet mit Spielecke für Kinder, auf einer Ebene im Erdgeschoss. Auf diese Ebene gelangen dann Personen mit eingeschränkter Mobilität oder Familien mit Kinderwagen mit einem Lift vom bisherigen Eingangsbereich her. Wer den Innenraum betritt, steht zunächst in einem Raum mit Selbstbedienungsgeräten, findet aber auch zwei sogenannte „Dialogpunkte“, an denen Ansprechpartner für alle Serviceleistungen und für kurze Beratungen zur Verfügung stehen. Alle Geräte können übrigens rund um die Uhr benutzt werden. Wer eine längere Beratung braucht, betritt zuerst durch ein symbolisch gestaltetes Portal eine Wartezone mit Lounge und Kaffeebar, bevor er in einen der abgeschlossenen Beratungsräume mit diskreter Wohlfühlatmosphäre gelangt.

Diskrete Wohlfühlatmosphäre

Mit der neuen Raumaufteilung besteht auch die Möglichkeit, bei Bedarf den Wartebereich und die angrenzende Zone als multifunktionale Fläche etwa für Vorträge und Veranstaltungen zu nutzen. Markus Rothermel sprach von einem „offenen Haus“, aber mit entsprechender Diskretion und Sicherheit. Er verwies darauf, dass für den Umbau 15 ausschließlich regionale und saarländische Firmen für die Ausführung der Baumaßnahmen beauftragt wurden. In einem ersten Bauabschnitt sei zunächst die Gestaltung der Beratungsbereiche vorgesehen, für Beratungsgespräche stünden während dieser Zeit Räume im Obergeschoss zur Verfügung. Der Service- und Kassenbereich bleibe für die üblichen Bankgeschäfte noch erhalten. Der werde erst in einem zweiten Abschnitt ab 21. Oktober umgebaut. Während der gesamten Bauphase bleibt der Haupteingang von der Kaiserstraße her geschlossen. Die Kunden gelangen dann über den zweiten Eingang auf der Rückseite des Gebäudes in die Bank. Die Neueröffnung ist für Freitag, 9. Dezember terminiert. al

                                                                            Quelle: Wochenspiegel vom 31.08.2016